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Google Analytics Alternative für WordPress: Was ich bei HitKeep anders haben wollte
Warum ich für WordPress lieber eine schlichte, datenschutzfreundliche Analytics-Lösung baue als noch ein GA4-Dashboard zu erklären.
Ich habe über die Jahre wirklich viele WordPress-Setups gesehen. Kleine Blogs, Vereinsseiten, Shops, Landingpages, Firmenwebsites mit drei Formularen und einem erstaunlich wichtigen PDF-Download. Und fast überall hängt irgendwann die gleiche Frage in der Luft: Brauchen wir dafür wirklich Google Analytics?
Meine ehrliche Antwort ist meistens: Nein, nicht wenn ihr nur wissen wollt, ob eure WordPress-Seite funktioniert.
GA4 ist nicht schlecht. Es ist nur für viele WordPress-Websites zu groß, zu indirekt und zu sehr in Googles Werbe-Ökosystem verwachsen. Wenn du Google Ads sauber attribuieren musst, BigQuery-Exports brauchst oder App-Streams auswertest, dann ist GA4 wahrscheinlich weiterhin das richtige Werkzeug. Aber wenn du wissen willst, welche Seiten gelesen werden, woher Besucher kommen, ob Formulare abgeschickt werden und welche Kampagnen funktionieren, dann sollte Analytics nicht erst ein eigenes Projekt werden.
Genau diese Lücke wollte ich mit HitKeep besser schließen.
WordPress-Analytics sollte kein Tag-Manager-Projekt sein
Was mich an vielen Tracking-Setups nervt: Man startet mit einer einfachen Frage und landet plötzlich bei Consent-Bannern, Tag-Managern, Debug-Ansichten, benutzerdefinierten Events und einer Oberfläche, die für normale Website-Betreiber eher nach Cockpit als nach Bericht aussieht.
Für WordPress wollte ich es banaler haben:
- Plugin installieren.
- HitKeep-Instanz auswählen.
- Datenschutz-Defaults prüfen.
- Speichern.
- Im Dashboard nachsehen, ob Daten ankommen.
Das ist der Grund, warum es für HitKeep ein eigenes WordPress-Plugin gibt. Nicht, weil man technisch keinen Tracking-Code in ein Theme kleben könnte. Natürlich kann man das. Aber das ist genau die Sorte Lösung, die bei einem Theme-Wechsel kaputtgeht und ein halbes Jahr später niemand mehr auf dem Schirm hat.

Genau so sollte der Einstieg aussehen: Plugin installieren, aktivieren, fertig. Kein Theme-Hack, kein Tag-Manager als Zwischenstation.

Die WordPress-Einstellungen bündeln Instanz-Auswahl, Datenschutz-Defaults, automatische Events und optional Web Vitals an einem Ort.
Was HitKeep für WordPress abdecken soll
Für viele WordPress-Seiten reicht ein sehr bodenständiges Set an Antworten:
- Welche Seiten und Beiträge bekommen Traffic?
- Woher kommen Besucher?
- Welche Landingpages funktionieren?
- Welche externen Links werden geklickt?
- Welche Downloads sind relevant?
- Werden Formulare abgeschickt?
- Welche Kampagnen bringen Besucher?
- Welche Seiten sind langsam oder wackelig bei den Web Vitals?
HitKeep trackt dafür Pageviews und automatische Events wie ausgehende Klicks, Downloads und Formular-Absendungen. Ziele und Funnels helfen, aus bloßen Seitenaufrufen echte Website-Fragen zu machen: Kommen Menschen vom Artikel zur Kontaktseite? Wird der Download überhaupt genutzt? Bricht der Weg vor dem Formular ab?
Das ist nicht der gleiche Anspruch wie GA4 Explorations. Und genau das ist der Punkt. Für eine WordPress-Seite will ich in vielen Fällen nicht das mächtigste Analysewerkzeug, sondern das Werkzeug, das ich nach zwei Wochen noch gern öffne.

Das Dashboard soll zuerst die normalen Fragen beantworten: Welche Seiten laufen, woher kommt der Traffic und erreichen Besucher die wichtigen Ziele?

Automatische Events machen Klicks, Downloads und Formular-Absendungen sichtbar, ohne dass jede kleine WordPress-Seite ein eigenes Tracking-Projekt braucht.
Datenschutz ist kein Marketing-Addon
Ein wichtiger Teil ist für mich, dass die Defaults vernünftig sind. HitKeep setzt mit dem normalen Browser-Tracker keine Analytics-Cookies, respektiert Do Not Track standardmäßig und trackt eingeloggte WordPress-Nutzer nicht automatisch. Formularinhalte werden nicht gesammelt.
Das bedeutet nicht: „Garantiert ohne jede Einwilligung überall auf der Welt.“ So einfach ist Datenschutz leider nie. Aber es bedeutet, dass man nicht mit maximaler Datensammlung startet und dann rückwärts versucht, die gröbsten Probleme herauszukonfigurieren.
Für mich ist das die angenehmere Richtung.

Web Vitals sind optional, aber nützlich, wenn du sehen willst, welche WordPress-Templates, Plugins oder Landingpages die Performance drücken.
Warum nicht einfach GA4 behalten?
Manchmal solltest du GA4 behalten. Wenn Google Ads, BigQuery, App-Analytics, Predictive Audiences oder sehr tiefe Exploration-Reports wirklich Teil deines Workflows sind, wäre es Unsinn, das kleinzureden.
Aber viele WordPress-Betreiber nutzen GA4 gar nicht so. Sie schauen einmal im Monat hinein, sind genervt, finden die drei Zahlen nicht, die sie brauchen, und exportieren am Ende doch einen Screenshot für irgendwen.
Für diese Seiten ist mein Vorschlag pragmatisch: HitKeep neben GA4 zwei bis vier Wochen laufen lassen. Dann vergleichen:
- Bekomme ich meine wichtigsten Seitenberichte?
- Sehe ich Quellen und Kampagnen?
- Decken automatische Events meine alten GA4-Events ab?
- Reichen Ziele und Funnels für die Entscheidungen, die ich wirklich treffe?
- Kann ich die Berichte leichter teilen?
Wenn ja, kann GA4 runter. Wenn nein, weißt du wenigstens genauer, warum du es behältst.
Quelle und weiterführende Doku
Die ausführlichere, produktnähere Version dieser Überlegungen steht in der HitKeep-Doku: Google Analytics Alternative for WordPress.
Da geht es konkreter um das Plugin, die Einstellungen, automatische Events, Ziele, Funnels, UTM-Reporting, Search-Console-Importe und Web Vitals. Dieser Beitrag hier ist eher der persönliche Teil: Ich glaube, dass Analytics für viele WordPress-Seiten wieder langweiliger werden darf. Im besten Sinne.