Die rasante Entwicklung der Speicherkapazitäten bei Festplatten


Im Jahr 1981 sagte Bill Gates: „640 kB ought to be enough for anybody“, was so viel bedeutet: 640 kB sollten genug für jeden sein. Mehr RAM als das sind also nicht nötig? Im Jahr 2022 sieht das ganz anders aus, die Entwicklung in diese Richtung ist den vergangenen 40 Jahren förmlich explodiert. 

Noch krasser wird der Vergleich, wenn wir das Jahr 1956 ins Visier nehmen, in dem die erste Festplatte der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: Die IBM 305 RAMAC hielt für seine Nutzer 4 Megabyte bereit und wog ungefähr 1 Tonne!

Bis heute gab es ein enormes Wachstum

Die Performance steigerte sich bis heute um das Zehntausendfache, die Kapazität sogar um den Faktor 100.000. Ein einfacher USB-Stick fasst heute problemlos Tausende hochauflösende Bilder, ein billiger MP3-Player nimmt es mit vielen tausend Musikdateien auf. 

Die Gigantomanie der Festplatten

Eine der größten Festplatten der Welt, die ExaDrive DC100 von Nimbus, bietet mehr als 100 Terabyte Speicherplatz, das Gerät ist für den Einsatz in Servern vorgesehen. Darauf gäbe es genug Platz für ungefähr 20 Millionen Lieder, die jeweils eine Größe von 5 Megabyte aufweisen. Eine irre Vorstellung!

Eine „normale“ SSD im Jahr 2022

Wer seinen privaten PC konfigurieren will, entscheidet sich heute meistens für eine Festplatte um die 1 Terabyte. Das entspricht immerhin 1.000 Gigabyte oder 1.000.000 Megabyte oder 1.000.000.000.000 Byte. Analog ausgedrückt handelt es sich um genug Platz für ungefähr 2 Milliarden DIN-A4-Seiten mit Text. 

Diese Menge an relativ billig verfügbarem Platz ermöglicht einen sorglosen Umgang: Kaum jemand denkt heute noch lange darüber nach, ob er eine bestimmte Datei speichern möchte oder nicht. Man tut es einfach. Nur ausgesprochene Gaming-Fans kommen mit 1 Terabyte schlecht hin, sie brauchen doppelt und dreifach so viel, wenn sie die richtig „fetten“ Spiele spielen möchten. 

Die zweite Revolution steht an

Allerdings: Wir befinden uns schon wieder in einer neuen Revolution. Allmählich tritt die Cloud immer mehr in den Vordergrund, das heißt, die User lagern ihre Daten verstärkt auf Fremdserver aus. Das betrifft nicht nur Arbeitsmaterial, sondern immer öfter auch datenstarke Spiele. Das ist nur deshalb sinnvoll, weil die Internetverbindungen immer schneller werden. Hat die Festplatte also irgendwann ganz ausgedient? 

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