Lässt Musik uns verstummen?

Über ein Alltagsphänomen: Die Kopfhörer.

Nur, um Missverständnissen vorzubeugen: Ich Liebe Musik, und die Musik ist für mich sehr wichtig. Ich höre andauernd Musik, wenn es nur irgend möglich ist, und es nicht grade unhöflich oder pietätlos erscheint. Etwa in Bus und Bahn, wenn ich Programmiere, wenn ich Videospiele spiele, wenn ich mit Freunden unterwegs bin oder mir einfach einen gemütlichen Abend mit meiner Liebsten mache.

Musik hat den Menschen schon in seiner ganzen Geschichte begleitet und berührt, und ohne Musik wäre die Welt nicht mehr dieselbe.

Aber in diesem Artikel möchte ich vielmehr über das Musikhören über Kopfhörer beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln wie eben Bus und Bahn. Nun zu meiner eigentlichen Fragestellung:

Ist überhaupt jemandem aufgefallen, dass „man“ im Bus gar nicht mehr spricht?

Ich hätte Studien betreiben können – denn von Jahr zu Jahr, als der MP3-Player immer mehr an Beliebtheit gewann, verebbten die Gespräche meiner Mitschüler im Schulbus. Jeder saß an seinem Platz, die Augen entweder leer in den Raum gerichtet. Oder vielleicht auf die Anzeige des aktuellen Liedes. Mir gefiel und gefällt diese Stille eigentlich. Ich brauche keine generischen Gespräche, kein notorisches „Wie geht es dir?“. Ich bevorzuge sinnvolle Gespräche, Themen, die mich interessieren, nicht etwa Höflichkeitstratsch. Aber allmählich fiel mir dann auf, dass doch irgendetwas während den morgendlichen Busfahrten zur Schule fehlt… Irgendetwas, dass den Bus lebendig macht, menschlich macht. Ja, die Gespräche fehlten, das Durcheinander-Surren der verschiedenen Stimmen.

Dazu kommt noch, dass das Handy immer beliebter wird und alle Jugendlichen mit Ihren Handys beschäftigt sind.

Das Handy ermöglicht uns nun nicht nur durch das mobile Internet über die ganze Welt in Kontakt zu treten.

Aber rückt dann nicht die Nähe in den Hintergrund?

Was hältst du davon?

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