Wozu brauchst du eine Landingpage?

Landingpage klingt wie eines dieser Marketing-Buzzwörter, die man zwar täglich liest, aber derer Bedeutung man sich nie so wirklich sicher ist.

Im nachfolgenden gehe ich näher auf die Definition und Umsetzung einer Landingpage ein.

Mehr als Marketing-Magie

Landingpages: Mehr als Marketing-Magie.
Landingpages sind defintiv nicht nur Marketing-Magie.

Ich sah mich oft dazu verleitet, eben diese im Zusammenhang mit einer Landingpage fallenden englischen Begriffe mit den Wörtern, die man in einem Verkaufsgespräch möglichst laut und möglichst häufig innerhalb weniger Sätze unterbringen sollte, in eine Schublade zu stecken. Unsere Vertriebler beschreiben die Tätigkeiten der Programmierer und Webdesigner auch immer sehr viel aufregender als realitätsgetreu.

Also: Auch ich gehe mit einer grundsätzlichen Skepsis an solche Praktiken heran. Grund genug also, mich mit dem Thema mal eingehender zu befassen.

Die Begriffsdefinition

Eine Landing-Page […] ist eine speziell eingerichtete Webseite, die nach einem Mausklick auf ein Werbemittel oder nach einem Klick auf einen Eintrag in einer Suchmaschine erscheint. Diese Landing Page ist auf den Werbeträger und dessen Zielgruppe optimiert. – Wikipedia

Es ergibt also durchaus Sinn, an die deutsche Übersetzung Landungs-Seite zu denken. Denn eine Landingpage versucht, speziell den Geschmack von John zu treffen, der über eine renommierte Suchmaschine dahin gelangt. Seitenbetreiber ermöglichen damit eine zielgerichtete Landung.So soll die sogenannte Absprungrate verringert und die Konversionsrate erhöht werden.

Dabei bezeichnet man als Absprungrate einer Webseite den Anteil an Besuchern, die – nun ja – abspringen. Die deine Seite also recht schnell wieder verlassen. Der Begriff der Konversionsrate wurde auch schon vor den SEO-Experten verwendet und kommt immer gerne im Schaufenstergeschäft oder Verkaufsgespräch zum tragen.

Schaffe ich es, den Interessenten zu einem Kunden zu konvertieren? Je häufiger mir das gelingt, desto höher die Konversionsrate.

Zwei Arten von Landingpages

Gerade haben wir die grundlegenden Begriffe geklärt. Allerdings gilt es noch zwei unterschiedliche Arten von Landingpages zu unterscheiden. Hierbei stellt sich der Seitenbetreiber folgende Frage:

Wozu möchte ich meine Besucher veranlassen? – John, Seitenbetreiber

Diese Frage habe ich ja grundsätzlich gerade erläutert. Allerdings steht hier die direkte Interaktion des Besuchers mit der Landingpage im Vordergrund. Denn eine Landingpage kann dafür gebaut sein:

  • Den Besucher zu einem Abschluss zu bewegen – genannt Lead. Das kann beispielsweise das Abschliessen eines Abonnements oder eines Einkaufs sein.
  • Den Besucher zum Verweilen auf den nachfolgenden Internetseiten zu bewegen – quasi zum Durchstöbern der eigenen Inhalte. Das wird Click Through genannt.

Wie so oft lassen sich auch diese Begriffe sinngemäß ins deutsche übersetzen.

Landingpages in der Praxis

Tatsächlich ist auch diese Technik dem Print-Sektor entsprungen – oder eher gesagt, den Boulevard-Zeitschriften und insbesondere des Axel-Springer Verlags. Jeder kennt ja die reißerischen Überschriften.

So ähnlich sehen auch entsprechende Landingpages aus. In der Regel unterscheiden diese sich vom gewöhnlichen Aufbau des beworbenen Internetauftritts. Die Coperate Identity sollte im Optimalfall noch übernommen werden. Dem ist oft allerdings nicht so, was wohl den Programmen geschuldet ist, die Landingpages aus reiner Magie und Drag-and-Draw erzeugen.

Ich habe mich auf die Suche nach einer besonders beispielhaften Landingpages gemacht, die ich im nachfolgenden vorstellen möchte.

Marco Polo: Landingpage zum Download einer App

Beispiel einer Landingpage: Marco Polo
Diese Landingpage von Marco Polo lädt den Besucher zum Download der offiziellen App ein.

Hier wird der Zweck der Landingpage überdeutlich: Der Besucher soll doch bitte die tolle Marco Polo App herunterladen. Danach kann man seinem Handy Marco! zurufen. Anschliessend gibt sich das verlorene Mobiltelefon mit Polo! zu erkennen. Die Landingpage beschränkt sich darauf, dem Besucher eben diese Informationen an die Hand zu geben, denn typischerweise verzichten Landingpages auf nicht-zielführende Elemente. Der Besucher wird hier an die Hand genommen und muss eigentlich nur noch klicken: Und der entsprechende Button fällt natürlich sofort ins Auge.

Die gezeigte Landingpage ist also ein klassisches Beispiel einer Landingpage zur Lead-Generation.

Die Umsetzung einer Landingpage

Natürlich wird das Thema Landingpage nicht nur aufgrund seiner SEO-Natur längst breitgetreten. Deshalb finden sich im Internet auch genügend Resourcen dazu, die es zu bewerten gilt. Hier kann ich nur einen renommierten Schriftsteller und Blogger ans Herz legen, der sich nicht nur mit Landingpages beschäftigt. Die Inhalte sind da natürlich auch auf Deutsch verfügbar.👍

Wer vorgefertigte Lösungen zur raschen Erstellung von Landingpages sucht, kann definitiv bei einem Artikel der t3n fündig werden, der zahlreiche Templates dafür vorstellt. Einer der entscheidenden Vorteile der Landingpage liegt letztendlich darin, dass der Nutzen die Kosten stark überwiegt. Deshalb sollte man dieses Konzept definitiv berücksichtigen.

Wie immer freue ich mich über Kritik und Anregungen und weitere nützliche Resourcen!

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